____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__None____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__1____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Elternkarenz

Die ElternkarenzEltern:karenz ist der arbeitsrechtliche Anspruch auf Dienstfreistellung. Während dieser Zeit entfallen die Bezüge und es besteht ein Kündigungs- und Entlassungsschutz. Karenz kann entweder von einem Elternteil oder von beiden Elternteilen abwechselnd in Anspruch genommen werden. Jener Elternteil, der Karenz in Anspruch nimmt, muss mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt leben.

1      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Beginn und Dauer

Die Elternkarenz beginnt frühestens im Anschluss an das (fiktive) Beschäftigungsverbot nach der Geburt des Kindes (Schutzfrist) und endet spätestens mit Vollendung des 2. Lebensjahres des Kindes (der 2. Geburtstag des Kindes ist der 1. Arbeitstag). Die Karenz kann zwischen den Eltern zweimal geteilt werden. Ein Teil muss mindestens 2 Monate betragen. Beim erstmaligen Wechsel kann 1 Monat Karenz gleichzeitig von beiden Elternteilen in Anspruch genommen werden. In diesem Fall endet die Karenz mit Vollendung des 23. Lebensmonats des Kindes. AdoptivelternAdoptiveltern haben mit dem Tag der Adoption bzw der Übernahme des Adoptivkindes in unentgeltliche Pflege Anspruch auf Karenz. Wird ein Kind erst nach dem 18. Lebensmonat, jedoch vor dem 7. Lebensjahr adoptiert, so besteht Anspruch auf maximal 6 Monate Karenz. Während einer Karenz hat der/die ArbeitgeberIn den/die ArbeitnehmerIn über wichtige Betriebsgeschehnisse, welche die Interessen des/der karenzierten Arbeitnehmers/in berühren, insbesondere Konkurs, Ausgleich, betriebliche Umstrukturierungen und Weiterbildungsmaßnahmen, zu informieren.

2      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____KündigungsfristenKündigung:sfrist und AbfertigungAbfertigung

Die erste Karenz im Dienstverhältnis wird für die Bemessung der Kündigungsfrist, die Dauer der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (Unglücksfall) und das Urlaubsausmaß bis zum Höchstausmaß von 10  Monaten angerechnet. Ansonsten bleiben Karenzen für Rechtsansprüche, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten, arbeitsrechtlich außer Betracht (insbesondere auch für Ansprüche auf Abfertigung alt). Günstigere Regelungen in Kollektivverträgen bzw Betriebsvereinbarungen sind fallweise gegeben. Für Arbeitsverhältnisse, die nach dem 31.12.2002 neu begründet wurden ist das Betriebliche Mitarbeiter- und Selbstständigenvorsorgegesetz (BMSVG, "Abfertigung neu") anzuwenden. In diesen Fällen leistet der FLAF für die Dauer des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld unter bestimmten Voraussetzungen einen Beitrag.

Karenz und Urlaubsverjährung

Grundsätzlich verjährt der Urlaubsanspruch nach Ablauf von zwei Jahren ab dem Ende des Urlaubsjahres, in dem er entstanden ist. Diese Frist verlängert sich bei Inanspruchnahme einer Karenz gemäß dem MSchG bzw VKG, um den Zeitraum der Karenz.

3      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Beschäftigung während der KarenzKarenz:Beschäftigung während der

Es besteht die Möglichkeit, während einer Karenz eine geringfügige Beschäftigung (€ 405,98/Monat für das Kalenderjahr 2015) bei demselben/derselben ArbeitgeberIn oder bei einem/einer anderen ArbeitgeberIn anzunehmen. Die geringfügige Beschäftigung beim selben/derselben ArbeitgeberIn hat keinen Einfluss auf den karenzierten Hauptarbeitsvertrag. Bei Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung bei einem anderen/einer anderen ArbeitgeberIn sind das Konkurrenzverbot und eventuelle vertragliche Vereinbarungen zu beachten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, maximal 13 Wochen pro Kalenderjahr eine vorübergehende Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze mit dem/der ArbeitgeberIn zu vereinbaren, ohne den Kündigungsschutz zu verlieren. Dauert die Karenz allerdings kein volles Kalenderjahr mehr, dann kann eine solche Beschäftigung nur im aliquoten Ausmaß vereinbart werden (zB Karenz von 1. Jänner bis 30. Juni, daher nur 6,5 Wochen Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze zulässig). Wird eine solche Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze während der Karenz bei einem/einer anderen ArbeitgeberIn aufgenommen, so ist dies nur möglich, wenn der/die ArbeitgeberIn des karenzierten Arbeitsverhältnisses (es ist in jedem Fall die Schriftform anzuraten) zustimmt.

 

4      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Meldefristen an den/die ArbeitgeberIn

Jener Elternteil, der unmittelbar im Anschluss an das Beschäftigungsverbot nach der Geburt des Kindes in Karenz gehen will, hat Beginn und Dauer der Karenz bis zum Ende der Schutzfrist (bzw für den Vater innerhalb von 8 Wochen nach der Geburt) dem/der ArbeitgeberIn mitzuteilen. Ist das Höchstausmaß bis zum Ablauf des 2. Lebensjahres des Kindes mit der ursprünglich gemeldeten Karenzdauer noch nicht ausgeschöpft, kann spätestens 3  Monate vor Ende der schon bekannt gegebenen Karenz - dauert die Karenz weniger als 3 Monate, spätestens 2 Monate - dem/der ArbeitgeberIn eine Verlängerung mitgeteilt werden. Eine Verlängerung ist pro Elternteil nur einmal zulässig. Die Eltern haben auch die Möglichkeit, die Karenz zu teilen. Der zweite Elternteil muss dem/der ArbeitgeberIn die Karenz spätestens 3 Monate vor Ende der Karenz des ersten Elternteils bekannt geben. Beträgt die Karenz eines Elternteils im Anschluss an das Beschäftigungsverbot  nach dem Mutterschutzgesetz jedoch weniger als 3 Monate, so hat der andere Elternteil Beginn und Dauer seiner Karenz innerhalb der Schutzfrist (für den Vater: spätestens 8 Wochen nach der Geburt) zu melden. Die Karenz muss unmittelbar an die Karenz des anderen Elternteils anschließen.

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