____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__None____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__1____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Außergewöhnliche BelastungenBelastung:außergewöhnliche

Aufwendungen und Ausgaben werden als außergewöhnliche Belastung dann steuerlich anerkannt, wenn alle folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

Die Belastung der Steuerpflichtigen muss im Vergleich mit

Zwangsläufig erwachsen bedeutet, dass sich der/die Steuerpflichtige der Belastung aus rechtlichen, tatsächlich oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann. Sind die Aufwendungen aufgrund eines freiwilligen oder schuldhaften Verhaltens (zB Alkoholisierung) entstanden, so fehlt diesen Aufwendungen das Merkmal der Zwangsläufigkeit. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist dann wesentlich beeinträchtigt, wenn der Aufwand von dem/der Steuerpflichtigen selbst und endgültig getragen werden muss. Ersatzleistungen für diese Aufwendungen, auch wenn sie nicht im selben Kalenderjahr wie der Aufwand geleistet werden, schließen die Berücksichtigung als außergewöhnliche Belastung aus. Darüber hinaus müssen die Ausgaben – je nach Familienstand – einen gewissen Prozentsatz des Einkommens (=Selbstbehalt) übersteigen. Der Selbstbehalt wird nicht bei allen außergewöhnlichen Belastungen berücksichtigt. Die Ausgaben müssen vom laufenden Einkommen (nicht etwa vom angesparten Vermögen) getragen werden, da es sonst zu keiner außergewöhnlichen Belastung des Einkommens und damit zu keiner Steuerermäßigung kommt. Die Aufwendungen für außergewöhnliche Belastungen sind durch Belege (Rechnungen, Quittungen) nachzuweisen. Ist dies nicht möglich, genügt Glaubhaftmachung.

1      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Außergewöhnliche Belastungen unter Berücksichtigung des SelbstbehaltesSelbstbehalt

1.1        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Sonstige außergewöhnliche BelastungenBelastung:außergewöhnliche

1.2        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Höhe des SelbstbehaltsSelbstbehalt

Der Selbstbehalt beträgt bei einem Einkommen von:

höchstens € 7.300

6%

mehr als € 7.300 bis € 14.600

8%

mehr als € 14.600 bis € 36.400

10%

mehr als € 36.400

12%

Der Selbstbehalt vermindert sich um je einen Prozentpunkt:

1.3        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Berechnung des Selbstbehalts

Steuerpflichtige Bezüge (Kennzahl 245 laut Jahreslohnzettel)

+

sonstige Bezüge (Kennzahl 220)

SV-Beiträge der sonstigen Bezüge (Kennzahl 225)

Werbungskosten (mindestens € 132)

Sonderausgaben (mindestens € 60)

Außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt

Kinderfreibetrag, Landarbeiterfreibetrag, Freibetrag für Opferausweis-Inhaber

=

Bemessungsgrundlage für den Selbstbehalt

 

Von dem nach diesem Schema errechneten Einkommen wird nun der Selbstbehalt ermittelt. Der Betrag, der den Selbstbehalt übersteigt, mindert die Lohnsteuerbemessungsgrundlage.

2      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Außergewöhnliche Belastungen ohne Berücksichtigung des Selbstbehalts

2.1        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Aufwendungen zur Beseitigung von Katastrophenschäden

Geltend gemacht werden können Aufwendungen aus Katastrophenschäden wie Hochwasser, Erdrutsch, Vermurungs-, Lawinen-, Sturmschäden, Schneekatastrophen, Schäden durch Flächenbrand, Strahleneinwirkung, Erdbeben, Felssturz oder Steinschlag, wenn diese Schäden nicht durch eine Versicherung gedeckt sind.

2.2        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____KrankheitskostenSteuerrecht:Krankheitskosten

Kosten, die durch eine Krankheit verursacht werden, werden, wenn eine Erwerbsminderung von mindestens 25% vorliegt, in Form von Pauschalbeträgen abgegolten. Die Erwerbsminderung muss durch eine amtliche Bescheinigung der dafür zuständigen Stelle nachgewiesen werden.

Folgende Stellen sind zuständig:

Der jährliche Freibetrag beträgt bei einer Erwerbsminderung von:

25 bis 34 %

€   75

35 bis 44 %

€   99

45 bis 54 %

€ 243

55 bis 64 %

€ 294

65 bis 74 %

€ 363

75 bis 84 %

€ 435

85 bis 94 %

€ 507

Ab 95 %

€ 726

 

 

Anstelle der Pauschalbeträge können auch die tatsächlichen Kosten der Behinderung geltend gemacht werden. Neben den Pauschalbeträgen sind Aufwendungen für nicht regelmäßig anfallende Hilfsmittel (zB Rollstuhl, Hörgerät) und Kosten der Heilbehandlung (Arztkosten, Spitalskosten, Kurkosten, Kosten für Medikamente, Fahrtkosten, zB Taxi, Kilometergeld, Krankentransportkosten) absetzbar. Zusätzlich werden für nachstehende Krankheiten folgende monatliche Freibeträge für DiätverpflegungSteuerrecht:Diätverpflegung gewährt:

Zuckerkrankheit, Tuberkulose, Zöliakie

€ 70

Gallen-, Leber-, Nierenkrankheit

€ 51

Magenkrankheit oder andere innere Krankheit

€ 42

Auch für KrankendiätverpflegungSteuerrecht:Krankendiätverpflegung können anstatt der Pauschalbeträge die tatsächlichen Kosten geltend gemacht werden. Für Körperbehinderte gibt es einen Freibetrag von € 190 (€ 153 bis einschließlich Kalenderjahr 2010) monatlich, sofern sie infolge ihrer Behinderung ein eigenes Fahrzeug zur Fortbewegung bei Privatfahrten benötigen. Zur Geltendmachung dieses Pauschalbetrages kann der Befreiungsbescheid von der Kraftfahrzeugsteuer oder ein Ausweis gemäß § 29 b der Straßenverkehrsordnung vorgelegt werden. Gehbehinderte mit einer mindestens 50%igen Erwerbsminderung, die über kein eigenes Kraftfahrzeug verfügen, können Aufwendungen für Taxifahrten bis zu einem Betrag von € 190 monatlich geltend machen. PflegegeldbezieherInnen: Werden Pauschalbeträge für Diätverpflegung, KFZ- oder Taxikosten sowie nicht regelmäßig anfallende Aufwendungen und Kosten der Heilbehandlung geltend gemacht, werden diese Beträge nicht um das Pflegegeld gekürzt. Werden hingegen tatsächliche Kosten geltend gemacht, mindert das Pflegegeld diese Aufwendungen und nur der übersteigende Betrag wirkt sich steuermindernd aus.

3      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Außergewöhnliche BelastungenBelastung:außergewöhnliche bei Kindern bei Kindern

Redbox

Sachregister
Zurück