____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__None____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__1____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Allgemeine steuerrechtliche Bestimmungen

1      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Monatliche LohnabrechnungLohn:abrechnung

Jeder/Jede ArbeitnehmerIn muss eine monatliche Lohnabrechnung erhalten. Verweigert der/die ArbeitgeberIn dies, gibt es die Möglichkeit, sich an das Betriebsstättenfinanzamt zu wenden.

Die Lohnabrechnung muss folgende Angaben enthalten:

Unterliegt der/die ArbeitnehmerIn der Regelung Abfertigung Neu, dann hat die Lohnabrechnung außerdem noch

zu enthalten.

2      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Haftung des/der ArbeitgebersIn

Die ArbeitgeberInnen haften dem Bund für die richtige Einbehaltung und Abfuhr der vom Arbeitslohn einzubehaltenden Lohnsteuer. Wurde zu wenig Lohnsteuer einbehalten, wird sie vom Finanzamt direkt von den ArbeitgeberInnen nachgefordert. Steuerschuldner bleiben jedoch die ArbeitnehmerInnen, dh die ArbeitgeberInnen können sie von den ArbeitnehmerInnen zurückfordern. Die ArbeitnehmerInnen können nur in bestimmten Fällen direkt vom Finanzamt in Anspruch genommen werden, zB wegen falscher Angaben bei dem Pendlerpauschale.

3      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Auskunftspflicht des Finanzamtes

Das Finanzamt der Betriebsstätte hat auf Anfrage eines/einer Beteiligten (ArbeitgeberIn, ArbeitnehmerIn) Auskunft zu geben, wie die lohnsteuerrechtlichen Regelungen anzuwenden sind. Es genügt ein Schreiben an das Finanzamt, in dem der Sachverhalt dargelegt wird.

4      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____ZuflussZuflussprinzip:Steuerrecht- und AbflussprinzipAbflussprinzip:Steuerrecht

Das Einkommensteuerrecht geht vom Jahresprinzip aus. Einnahmen und Ausgaben sind in der Regel in dem Kalenderjahr zu berücksichtigen, in dem sie tatsächlich zugeflossen bzw abgeflossen sind, mit Ausnahme von bescheidmäßig zuerkannten Pensionen und Zahlungen vom Insolvenz-Entgeltgeld-Fonds, die dem Monat bzw dem Jahr zugeordnet werden, in dem der Anspruch entsteht. Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen bzw Ausgaben können aber dem Kalenderjahr zugeordnet werden, zu dem sie wirtschaftlich gehören, sofern sie kurz (ein Zeitraum von maximal fünfzehn Tagen) vor Beginn oder nach Beendigung des Kalenderjahres zu- bzw abgeflossen sind.

5      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Steuerfreie Leistungen laut § 3 Einkommensteuergesetz

6      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Nicht steuerbare Leistungen des/der ArbeitgebersIn

7      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____SonderzahlungenSonderzahlung (sonstige Bezüge)

Sonderzahlungen sind solche, die einmalig oder in größeren Abständen gewährt und neben laufendem Arbeitslohn ausbezahlt werden. Würde der Urlaubszuschuss aufgeteilt auf zwölf Monate zusätzlich zum monatlichen Gehalt ausbezahlt werden, so würde er den Charakter einer Sonderzahlung verlieren und damit auch die Begünstigung der Versteuerung mit dem festen Steuersatz von 6%.

Beispiele für Sonderzahlungen:

7.1        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____SteuersatzSteuer:satz

Erhalten ArbeitnehmerInnen von ihren ArbeitgeberInnen Sonderzahlungen, sind diese bis zu einem Betrag von € 620 jährlich steuerfrei. Für die Berechnung der Steuer der Sonderzahlung sind die darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge abzuziehen und dann erst der Freibetrag von € 620. Der Restbetrag wird mit 6% versteuert.

7.2        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____JahressechstelJahressechstel

Die Sonderzahlungen werden nicht unbeschränkt mit 6% versteuert, sondern nur bis zum so genannten "Jahressechstel". Sonderzahlungen, die das Jahressechstel übersteigen, werden nicht begünstigt, sondern gemeinsam mit dem in diesem Monat ausbezahlten laufenden Gehalt versteuert.

Unter Jahressechstel wird ein Sechstel der innerhalb des Kalenderjahres bereits zugeflossenen und auf das Kalenderjahr umgerechneten laufenden Bezüge verstanden. Der laufende Bezug, der zusammen mit der Sonderzahlung ausbezahlt wird, ist dabei mit zu berücksichtigen.

Schema der Sechstelberechnung:

Summe der laufenden Bezüge dividiert durch die Anzahl der Monate (ab Jahresbeginn) multipliziert mit 2. Zu addieren sind die im Kalenderjahr zugeflossenen laufenden Bezüge - wie Gehalt, vom Arbeitgeber ausbezahltes Krankengeld, Zulagen und Zuschläge, Sachbezüge, laufend ausbezahlte Prämien/Provisionen, steuerpflichtige Reisekosten lt § 26 EStG, Fahrtkostenzuschuss und Zukunftsvorsorgeleistungen des Arbeitgebers sofern sie laufend ausbezahlt werden, dieser Betrag ist durch die Anzahl der abgelaufenen Monate zu dividieren und diese Summe mit 2 zu multiplizieren.

Übersteigt die Sonderzahlung den nach diesem Schema errechneten Betrag, so wird der übersteigende Teil gemeinsam mit dem in diesem Monat ausbezahlten laufenden Bezug versteuert. Die Sechstelberechnung ist immer in dem Monat durchzuführen, in dem eine Sonderzahlung zur Auszahlung gelangt. Bei schwankenden Bezügen kann sich das Jahressechstel im Laufe des Jahres ändern. Sonderzahlungen sind – auch wenn sie nach dem monatlichen Tarif versteuert wurden – für die Sechstelberechnung nicht heranzuziehen. Unterlaufen den ArbeitgeberInnen bei der Sechstelberechnung Fehler, kann eine Korrektur des Jahreslohnzettels beim Wohnsitzfinanzamt bzw vom Betriebsstättenfinanzamt verlangt werden.

7.3        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____BagatellgrenzeBagatellgrenze:Steuerrecht

Die Besteuerung der Sonderzahlungen unterbleibt, wenn das Jahressechstel den Betrag von € 2.100 nicht übersteigt. Sind die Sonderzahlungen höher als die Bagatellgrenze von € 2.100, so beträgt die Steuer 6% des € 620 übersteigenden Betrages, jedoch höchstens 30% des € 2.000 (Bruttosonderzahlung abzüglich Sozialversicherungsbeitrag) übersteigenden Betrages.

Gemäß dem Stabilitätsgesetz kommt es seit 1.1.2013 für Besserverdienende zu einer sogenannten Solidarabgabe.

Betroffen sind dabei Sonderzahlungen bei hohen Bezügen. Die Besteuerung von 6% steht bei hohen Einkünften nicht mehr voll zu. Unverändert bleibt die Besteuerung für sonstige Bezüge bis zu einem Jahresbruttobezug von ca € 185.000 (Jahreseinkünfte ohne Sonderzahlungen von ca € 150.000) wie bisher mit 6% unter Berücksichtigung des Freibetrages von € 620 und der Freigrenze von € 2.100.

Bei höheren Gehältern wird der sonstige Bezug nicht mehr mit 6%, sondern gestaffelt, abhängig von der Höhe mit unterschiedlichen Prozentsätzen versteuert.

Prozentsätze für sonstige Bezüge innerhalb des Jahressechstels nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge:

 

 

Bemessungsgrundlage Sonstiger

Bezug

Lohnsteuer

für die ersten 620 Euro

0%

für die nächsten 24.380 Euro

6%

für die nächsten 25.000 Euro

27%

für die nächsten 33.333 Euro

35,75%

darüber

zum laufenden Tarif

8      ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__3____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Beendigungsansprüche

8.1        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____AbfertigungenAbfertigung

Abfertigung NeuAbfertigung:neu

Aufgrund des Bundesgesetzes über die Betriebliche Mitarbeiter- und Selbstständigenvorsorgekasse (BMSV-K) wurde die "Abfertigung Neu" geregelt. Dies betrifft Arbeitsverhältnisse, die nach dem 31.12.2002 begonnen haben. Bereits davor bestehende Arbeitsverhältnisse sind von der Regelung nicht betroffen, soweit es nicht zu einer Teil- oder Vollübertragung bestehender Anwartschaften gekommen ist. Für Arbeitsverhältnisse, die nach dem 31.12.2002 begonnen haben, hat der Arbeitgeber einen Beitrag von 1,53% in eine BMSV-K zu entrichten. Dieser Beitrag ist gemäß § 26 Z 7 lit d EStG lohnsteuerfrei und gemäß § 49 Abs 3 Z 18 lit b ASVG sozialversicherungsfrei. Leistet der Arbeitgeber höhere Beiträge, so ist der übersteigende Teil steuer- und sozialversicherungspflichtig. Erfolgt die Auszahlung des Abfertigungsanspruches (durch die BMSV-K) durch Übertragung (zB an ein Versicherungsunternehmen) und dann Auszahlung in Rentenform, so sind die ausgezahlten Beträge steuerfrei. Wird die Abfertigung als Einmalbetrag ausbezahlt oder eine Kapitalablöse der Rente vorgenommen, so ist diese Zahlung mit 6% zu versteuern. Für Zeiträume, für die Anwartschaft gegenüber einer BMSV-K besteht, ist die Regelung des § 67 Abs 6 EStG nicht mehr anwendbar. Vergleichszahlungen bei oder nach Beendigung des Dienstverhältnisses für diese Zeiträume sind bis zu einem Betrag von € 7.500 mit 6% zu versteuern.

Abfertigung AltAbfertigung:alt

Für ArbeitnehmerInnen, die noch unter das alte Abfertigungsrecht fallen – dies sind im Wesentlichen ArbeitnehmerInnen, deren Dienstverhältnis vor dem 1.1.2003 begonnen hat –, gilt Folgendes: Die gesetzliche Abfertigung wird mit 6% oder nach der Vervielfachermethode versteuert. Bei der Vervielfachermethode wird die auf den laufenden Arbeitslohn entfallende tarifmäßige Lohnsteuer mit der gleichen Zahl multipliziert, die dem bei der Berechnung des Abfertigungsbetrages angewendeten Mehrfachen entspricht. Diese Methode ist nur dann anzuwenden, wenn die Lohnsteuer niedriger wäre als bei Versteuerung mit 6%.

Die Abfertigung nach dem alten Abfertigungsgesetz ist eine einmalige Entschädigung, die ArbeitgeberInnen an ArbeitnehmerInnen bei Auflösung des Dienstverhältnisses aufgrund

8.2        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Viertelbegünstigung

Freiwillige Abfertigungen und Sozialpläne sind bis zu einem Ausmaß von einem Viertel der laufenden Bezüge (also ohne 13. und 14. Gehalt oder anderer Sonderzahlungen) der letzten 12 Monate mit 6% zu versteuern, sofern der/die ArbeitnehmerIn der Abfertigung Alt-Regelung unterliegt.

Seit dem Jahr 2014 wurde die begünstigte Besteuerung von freiwilligen Abfertigungen eingeschränkt. Konnten bisher drei laufende Monatsgehälter als freiwillige Abfertigung begünstigt mit 6% versteuert werden, sind künftig nur mehr Beträge bis zur neunfachen SV-Höchstbemessungsgrundlage (9x € 4.530 das entspricht im Jahr 2014 € 40.770) begünstigt.

8.3        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____VordienstzeitenanrechnungVordienstzeitenanrechnung

Freiwillige Abfertigungen und Sozialplanzahlungen sind sofern der/die ArbeitnehmerIn unter die Abfertigung Alt-Regelung fallen, über das Ausmaß der Viertelbegünstigung hinaus, je nach Dauer der nachgewiesenen Dienstzeit (siehe folgende Tabelle), ebenfalls mit 6% zu versteuern. Während der Vordienstzeit von anderen ArbeitgeberInnen erhaltene begünstigte Abfertigungen und bestehende Ansprüche auf gesetzliche Abfertigungen kürzen das steuerlich begünstigte Ausmaß.


Bei einer Dienstzeit von

steuerbegünstigte zusätzliche Zwölftel der laufenden Bezüge

3 Jahren

2

5 Jahren

3

10 Jahren

4

15 Jahren

6

20 Jahren

9

25 Jahren

12

 

Den Nachweis über die Dauer der Vordienstzeiten und ob bzw in welcher Höhe Abfertigungen bereits bezahlt wurden, hat der/die ArbeitnehmerIn zu erbringen. Geeignete Nachweise sind entweder Bestätigungen des früheren Arbeitgebers oder zumindest Endabrechnungen. Für alle ArbeitnehmerInnen, die zur Gänze unter das Abfertigungsrecht Neu fallen – dies sind im Wesentlichen ArbeitnehmerInnen, deren Dienstverhältnis nach dem 31.12.2002 begonnen hat -, kommen diese Bestimmungen nicht zur Anwendung. Bei ArbeitnehmerInnen, die vom alten ins neue Abfertigungssystem gewechselt haben, kommen die Begünstigungen nur für freiwillige Abfertigungen in Frage, die für Zeiträume bezahlt werden, die vor dem Übertritt liegen.

Seit dem Jahr 2014 sind auch diese darüber hinausgehenden dienstabhängigen Zahlungen mit der dreifachen SV-Höchstbemessungsgrundlage begrenzt, d. h., dass bei 12/12 der laufenden Bezüge im Jahr 2014 € 163.040 (3x € 4.530 = 1/12) begünstigt mit 6% versteuert werden können.

8.4        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Besteuerung von SozialplänenSozialplan:Besteuerung von

Für alle ArbeitnehmerInnen, die noch unter das Abfertigungsrecht Alt fallen, gilt Folgendes:

Zahlungen aus Sozialplänen werden steuerlich wie freiwillige Abfertigungen behandelt. Das bedeutet, dass die Viertelbegünstigung und die Vordienstzeitenanrechnung (mit deren Begrenzungen) zum Tragen kommen. Über dieses Ausmaß hinaus werden Sozialplanleistungen bis maximal € 22.000 mit dem Hälftesteuersatz versteuert. Es wird die reine Tarifsteuer ohne Absetzbeträge ausgerechnet und diese dann halbiert. Bei ArbeitnehmerInnen, die zur Gänze unter das neue Abfertigungsrecht fallen, kommt die Viertelbegünstigung und die Möglichkeit der Vordienstzeitenanrechnung nicht zum Tragen. Die Bestimmung, dass für Sozialplanleistungen bis zu € 22.000 der Hälftesteuersatz zur Anwendung kommt, bleibt aber in jedem Falle bestehen.

8.5        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Besteuerung von PensionsabfindungenPensions:abfindung

Pensionsabfindungen, die auf einer Pensionszusage beruhen, können begünstigt besteuert werden. Die begünstigte Besteuerung steht allerdings nur dann zu, wenn die Pensionszusage mindestens sieben Jahre zurückliegt. Pensionsabfindungen soweit der Barwert der Pensionsabfindung den Betrag von € 11.400 nicht übersteigt, sind mit dem Hälftesteuersatz zu versteuern. Übersteigt die Pensionsabfindung diesen Betrag, so ist sie nach der (Monats-)Tabelle zu versteuern.

8.6        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Besteuerung von KündigungsentschädigungenKündigung:sentschädigung, Vergleichssummen und Nachzahlungen in einem InsolvenzverfahrenInsolvenzverfahren (Konkurs, Ausgleich)

Es sind vom Bruttobetrag die Sozialversicherungsbeiträge abzuziehen. Von diesem Betrag sind vier Fünftel steuerpflichtig, ein Fünftel ist steuerfrei. Der steuerpflichtige Teil ist gemeinsam mit dem Monatsgehalt/-lohn nach Tarif zu versteuern. Erfolgen diese Zahlungen nicht mehr neben laufenden Bezügen des Arbeitgebers, sind sie nach der monatlichen Lohnsteuertabelle zu versteuern. Werden Vergleichssummen für Zeiträume ausbezahlt, die dem BMSVG unterliegen, so sind diese bis € 7.500 mit 6% zu versteuern, vom übersteigenden Betrag ist ein Fünftel steuerfrei, der Rest nach Tarif zu versteuern. Bei Zahlungen von Insolvenzausfallgeld ist die Bemessungsgrundlage gleichermaßen zu ermitteln. Es wird aber nicht die Tarifsteuer angewandt, sondern ein Pauschalsatz von 15%. Es handelt sich dabei nur um eine "Steuervorauszahlung", da die endgültige Lohnsteuer erst bei der Veranlagung ermittelt wird. Diesfalls liegt eine Pflichtveranlagung vor, und es wird in den meisten Fällen zu Steuernachzahlungen kommen.

8.7        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Besteuerung von UrlaubsersatzleistungUrlaubsersatzleistung

Diese Zahlungen sind, soweit sie laufende Bezüge betreffen, nach Tarif zu versteuern. Der Sonderzahlungsanteil ist, soweit er innerhalb des eigenen Jahressechstels liegt, wie eine Sonderzahlung mit 6% zu versteuern.

8.8        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Versteuerung von DiensterfindungenSteuerrecht:Diensterfindung und Prämien für Verbesserungsvorschläge

Solche Zahlungen sind, sofern sie aufgrund einer lohngestaltenden Vorschrift gewährt werden, mit 6% zu versteuern. Das begünstigte Ausmaß beträgt ein um 15% erhöhtes zusätzliches Jahressechstel.

8.9        ____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:__.____NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__Arabic____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__4____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Besteuerung von ZulagenZulage und ZuschlägenZuschlag

Damit diese Zulagen und Zuschläge steuerfrei gewährt werden können, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein.

Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen

Diese sind nur dann begünstigt, wenn die damit verbundenen Arbeiten

Darüber hinaus müssen die Zulagen aufgrund

NachtarbeitszuschlägeNacht:arbeitszuschlag und NachtüberstundenNacht:überstunde

Nacht im steuerlichen Sinn ist der Zeitraum zwischen 19.00 und 7.00 Uhr. Begünstigt sind nur Zuschläge für Arbeitsstunden, die aufgrund betrieblicher Erfordernisse im Nachtzeitraum (in der Regel 19.00 bis 7.00 Uhr) geleistet werden und in der einzelnen Nacht ununterbrochen zumindest 3 Stunden (Blockzeit) dauern.

Überwiegende NachtarbeitSteuerrecht:Nachtarbeit

Eine Sonderregelung gibt es für ArbeitnehmerInnen, deren Normalarbeitszeit im Lohnzahlungszeitraum aufgrund der Beschaffenheit ihrer Arbeit überwiegend im Nachtzeitraum liegt. Für diese ArbeitnehmerInnen erhöht sich der Freibetrag von € 360 monatlich um 50% auf € 540. Nachfolgend eine beispielhafte Aufzählung einiger Berufsgruppen, auf die dies zutrifft:

Die Voraussetzung der Blockarbeitszeit muss bei der Berechnung der überwiegenden Nachtarbeit für diese ArbeitnehmerInnen nicht in jeder einzelnen Nacht gegeben sein, sondern die Arbeitszeit muss im Lohnzahlungszeitraum überwiegend in den Nachtzeitraum fallen. So müssen zB bei einer monatlichen Normalarbeitszeit von 173 Stunden mindestens 87 Stunden zwischen 19 Uhr und 7 Uhr geleistet werden.

ÜberstundenSteuerrecht:Überstunde

Zusätzlich zu den eben angeführten Bestimmungen über die Steuerfreiheit von Zulagen und Zuschlägen sind die Zuschläge für die ersten 10 Überstunden im Monat im Ausmaß von höchstens 50% der Überstundengrundentlohnung (maximal € 86 monatlich) steuerfrei.

 

Redbox

Sachregister
Zurück