____LISTNUMBERINFO_BEGIN:NumberFormat__:______NUMBERINFOSEP____NumberPosition__:__0____NUMBERINFOSEP____NumberBullet__:__None____NUMBERINFOSEP____ListLevel__:__0____NUMBERINFOSEP____;LISTNUMBERINFO_END____Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Öffentliche Finanzen
und Leistungsbilanz

Bruttoinlandsprodukt

Das BruttoinlandsproduktBruttoinlandsprodukt (BIPBIP) entspricht dem Geldwert aller in einer Periode von den inländischen Wirtschaftseinheiten produzierten Waren und Dienstleistungen nach Abzug des Wertes der im Produktionsprozess als Vorleistung verbrauchten Güter. Zieht man vom BIP den Kapitalgüterverzehr (AbschreibungenAbschreibungen) ab, so erhält man das NettoinlandsproduktNettoinlandsprodukt. Berücksichtigt man auch noch die im Ausland entstandenen Einkommen von Inländern (Plus-Position) bzw die im Inland entstandenen Einkommen von Ausländern (Minus-Position), so erhält man das NettonationaleinkommenNettonationaleinkommen.

Das BIP wird sowohl nominellnominell (zu laufenden PreisenPreise:laufende) als auch realPreise:real berechnet. Die Darstellung der VGR-AggregateVGR:Aggregate der Realrechnung erfolgt in Form verketteter VolumenindizesVolumenindex auf Basis von Vorjahrespreisen.

Im ökonomischen Modell des WirtschaftskreislaufWirtschaftskreislaufes unterscheidet man drei Varianten der BIP-Berechnung:

Auf regionaler Ebene (Bundeslandebene) wird ein BIP-Äquivalent berechnet. Die so genannte RohwertschöpfungRohwertschöpfung dient als Schätzbasis für das nominelle Bruttoregionalprodukt.

 

Öffentliche Finanzen

Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungsträger, die meisten Ausgliederungen, öffentliche Fonds und Kammern bilden in ihrer Gesamtheit den öffentlichen SektorSektor:öffentlicher der österreichischen Volks­wirtschaft. Im Mittelpunkt des wirtschaftspolitischen Interesses - und der folgenden Seiten - steht ua aufgrund seiner Größe der Bundes­haushalt. Die Gestaltung seiner Einnahmen und Ausgaben hat einen bedeutenden Einfluss auf den Wirtschaftsablauf, die soziale Wohlfahrt und die gesellschaftliche Organisation. Dementsprechend ist es nicht übertrieben, das Budget als eine in Zahlen gegossene Politik zu bezeichnen.

Neben dem Bundesbudget erfüllen aber auch die anderen Sektoren sehr wichtige Funktionen, da von diesen inzwischen ein erheblicher Teil der öffentlichen Aufgaben finanziert werden. Seit dem Beitritt zur Europäischen Union – und besonders jetzt nach der Finanz- und Wirtschaftskrise - steht der öffentliche Sektor insgesamt im Vordergrund, unter anderem weil die europäischen budgetpolitischen Vorgaben auf die Summe der öffentlichen Haushalte abstellen.

Zunächst werden eine Reihe von wichtigen Daten zur Einnahmen- und Ausgabenstruktur national dargestellt. Ab­schließend wird auf die Entwicklung der österreichischen EU-Zahlungen und der Rückflüsse eingegangen.

 

Leistungsbilanz

Mit Stichtag 1. Jänner 2006 erfolgte eine grundlegende Umstellung des Erhebungssystems für die österreichische ZahlungsbilanzZahlungsbilanz. Bis zu diesem Zeitpunkt beruhte die Erstellung auf einem indirekten Erhebungssystem: Die Banken meldeten sowohl ihre eigenen Transaktionen als auch jene ihrer Kunden mit dem Ausland. Durch die zunehmende Angleichung von Inlands- und Auslandszahlungsverkehr können Bankzahlungen jedoch nicht mehr als verlässliche Erhebungsgrundlage der Zahlungsbilanz dienen. Seit 1.  Jänner 2006 müssen deshalb Unternehmen und Personen, die Forderungen und Verbindlichkeiten im Ausland haben, ihre Außenwirtschaftstransaktionen direkt melden.

Die Meldungen zur LeistungsbilanzLeistungsbilanz beinhalten grenzüberschreitende Dienstleistungen und Waren. Grenzüberscheitend ist eine Transaktion aus Sicht Österreichs immer dann, wenn ein Vertragspartner seinen Sitz im Ausland hat. Grenzüberschreitend ist der Dienstleistungs- und Warenhandel auch dann, wenn es sich bei einem Vertragspartner um eine internationale Organisation oder eine diplomatische Einrichtung (Botschaft) eines ausländischen Staates handelt sowie um ein Konzernunternehmen im Ausland. Die Leistungsbilanz ist die periodische Gegenüberstellung der Ausfuhr und Einfuhr von Waren und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft. Sie ist Teil der Zahlungsbilanz. Die Transaktionen sind zu verbuchen, wenn der wirtschaftliche Wert geschaffen, umgewandelt, übertragen oder aufgelöst wird. Hauptkriterium ist der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentumswechsel. Bewertung: grundsätzlich zu Marktpreisen.

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